Die Vorsorgeuntersuchung

Vorsorgeuntersuchung

Sowohl in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) als auch in der privaten (PKV) gibt es diverse gesetzlich eingeführte Programme, die der rechtzeitigen Erkennung und Diagnose von schwerwiegenden Krankheiten dienen. Diese Programme bezeichnet man als Vorsorgeuntersuchungen, denn je früher solche Krankheiten diagnostiziert werden, desto besser sind die Aussichten, sie wieder vollständig heilen zu können. Letztlich sind damit auch die Kosten, die für die Krankenkassen entstehen, umso geringer, je früher die Krankheit entdeckt und behandelt wird. Aus diesem Grund ist es für die Krankenkassen von besonderer Bedeutung, dass die Versicherten diese Vorsorgeuntersuchungen auch tatsächlich durchführen lassen. Einige Tarife der privaten Krankenversicherung erstatten auch die Kosten für Vorsorgeuntersuchungen, die über den gesetzlich bereits abgesteckten Rahmen hinausgehen.

Bei Frauen zählt zu diesen Vorsorgeuntersuchungen zum Beispiel die Krebsvorsorge ab dem 20. Lebensjahr. Sie umfasst die Vorsorge für Haut-, Brust- und Gebärmutterkrebs. Ab dem 50. Lebensjahr kann eine Mammografie zur Vorsorge gegen Brustkrebs durchgeführt werden. Auch eine Nieren- und Diabetesuntersuchung ist im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen möglich. Bei Männern greift die Krebsvorsorge gegen Prostatakrebs ab dem 45. Lebensjahr. Ein allgemeiner Gesundheitscheck kann alle zwei Jahre ab dem 35. Lebensjahr durchgeführt werden.

Ein Problem vieler privat Versicherter ist allerdings, dass es in der privaten Krankenversicherung eine Vielzahl von Tarifen mit Beitragsrückerstattung gibt. Nimmt der Versicherte in einem Kalenderjahr keine Leistung des Versicherers in Anspruch, erhält er einen Teil seiner gezahlten Beiträge in Form einer Beitragsrückerstattung wieder erstattet. Viele Krankenkassen werten die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen aber als Inanspruchnahme von Leistungen, wodurch die Rückerstattung von Beiträgen unterbunden wird. Im Ergebnis führt dies dazu, dass viele Versicherte in der privaten Krankenversicherung die notwendigen Vorsorgeuntersuchungen nicht durchführen lassen, um die Beitragsrückerstattung aufrecht zu erhalten. Dies macht allerdings auch für die Versicherer wenig Sinn, denn zu spät entdeckte Erkrankungen führen letztlich zu höheren Behandlungskosten für beide Seiten.

Aus diesem Grund bieten eine ganze Reihe von Tarifen diese Beitragsrückerstattungen trotz in Anspruch genommener Vorsorgeuntersuchungen an. Da Vorsorgeuntersuchungen für den Gesundheitszustand von maßgeblicher Bedeutung sind, ist es mehr als ratsam, dieses Angebot regelmäßig in Anspruch zu nehmen. Das bedeutet, die private Krankenversicherung sollte in jedem Fall so ausgewählt werden, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Vorsorgeuntersuchungen – und unter Umständen weitere mögliche Untersuchungen – ohne Anrechnung auf die Inanspruchnahme von Leistungen durchgeführt werden, so dass die Beitragsrückerstattung weiterhin möglich bleibt. Es gibt heute bereits eine ganze Reihe von entsprechenden Tarifen, so dass eine umfassende Auswahl vorhanden ist. Mit einer schlechteren tariflichen Leistung sollte man sich keinesfalls zufrieden geben.