PKV für Studenten

Für Studenten bieten die privaten Anbieter von Krankenversicherungen bis zum 30. Lebensjahr vergünstigte Tarife an - und dies aufgrund der folgenden gesetzlichen Grundlage: Jeder, der sich zum Studium an einer Hochschule oder Universität einschreibt, ist dazu verpflichtet, sich gesetzlich krankenversichern zu lassen. Diese Mitgliedspflicht für eine gesetzliche Krankenkasse lässt sich jedoch aufheben - es ist dies die sogenannte "Befreiung von der Versicherungspflicht", die einem Studenten hier gewährleistet wird. Dies jedoch gelingt nur zu Beginn eines Studiums und auch zu dem Zeitpunkt, wenn die Familienversicherung, die den Studenten versicherte, ausläuft.

Für eine solche "Befreiung von der Versicherungspflicht" hat der beginnende Student drei Monate lang Zeit - d. h. nach genau dem Datum, an welchem er sich einschreibt, bleiben ihm 12 Wochen, um diese Befreiung schriftlich zu dokumentieren. Hierfür muss er nicht nachweisen, dass er anderweitig krankenversichert ist - auch kann er diese Befreiung nicht rückgängig machen. Somit wird keine regelmäßige Befreiung von der Versicherungspflicht von Semester zu Semester notwendig. Die Studententarife eines privaten Krankenversicherungsanbieters enthalten keine Leistungen in einem Umfang, wie sie bei einem "normalen" privaten Krankenversicherungsvertrag enthalten ist - auch bilden die Anbieter hier keine Alterungsrückstellungen. Beides sind Faktoren, dass die Versicherungsbeiträge für den Versicherten auffällig gering gehalten werden können (jedoch wie hoch die Tarife genau sind, kann das einzelne Versicherungsunternehmen beliebig festlegen).

Ein Student, der sich mit Abschluss seiner Endprüfung für den Arbeitsmarkt qualifiziert, muss nicht grundsätzlich damit rechnen, den privaten Krankenversicherungsvertrag aus seiner Studienzeit weiterführen zu können. Denn um dies zu tun, benötigt er ein Einkommen, welches über dem Niveau der gesetzlich festgesetzten Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt. Dies wird in der Anfangszeit eines Berufslebens häufig nicht gewährleistet sein (es sei denn bei Beamten etwa). Wenn sich später eine solche Verdienstsituation wieder ergibt, verlangen die privaten Versicherungsanbieter dann eine erneute Versicherungsprüfung - was durchaus mit Nachteilen verbunden sein kann. Die Lösung liegt hier in einer Anwartschaftsversicherung. Schließt ein Student diese ab, entfällt die Gesundheitsprüfung - der Versicherungsnehmer hat das Recht versichert, trotz zu geringem Verdienst sich einen "Platz" in einer privaten Krankenversicherung "reserviert" zu haben.

Private Krankenversicherungen für Studenten bieten eine Reihe von Vorteilen gegenüber den entsprechenden gesetzlichen Krankenkassenverträgen: Unter anderem können alternative Heilmethoden bezahlt werden, Medikamente ohne Zuzahlung werden ebenso gewährt wie die freie Arztwahl. Auch werden in Einzelfällen Beitragszahlungen zurückerstattet. Als besonderer Vorzug wird bei den privaten Krankenversicherungsverträgen für Studenten die vollständige Erstattung sämtlicher Zahnarztbehandlungen hervorgehoben - gesetzliche Krankenversicherungen erstatten hier nur unwesentliche Anteile, decken jedoch keinesfalls die Kosten.