Die PKV-Beitragsrechner im Internet

Wer in der glücklichen Lage ist, als Selbständiger oder Arbeitnehmer mit gehobenem Einkommen zu dem privilegierten Kreis derjenigen zu gehören, die eine private Krankenversicherung (PKV) abschließen dürfen, weiß auch, wie heiß umkämpft der Versicherungsmarkt in dieser Sparte ist. Immer wieder versuchen die Gesellschaften, Kunden mit Top Leistungen zu günstigen Preisen zu locken – ein Geschäft, das besonders zum Jahreswechsel regelmäßig zu einer Wechselwelle in der privaten Krankenversicherung führt. Für den Versicherten kann das von Vorteil sein. Mit Hilfe der einschlägigen PKV-Rechner im Internet kann man mit wenigen Eingaben einen Überblick bekommen, welche Gesellschaften und Tarife aktuell am Markt verfügbar sind und für einen Wechsel unter Umständen in Frage kommen. Die PKV-Rechner im Internet greifen auf die Bedingungen der Gesellschaften zu und erstellen nach wenigen Eingaben und den gewünschten tariflichen Leistungen einen kompakten Überblick der in Frage kommenden Gesellschaften mit den entsprechenden Tarifen. Damit kann der Versicherte auf den ersten Blick erkennen, ob eine der Gesellschaften in die engere Wahl kommt und seinen aktuellen Tarif hinsichtlich des Preis-Leistungs-Verhältnisses schlagen kann.

Hat man eine Gesellschaft und einen Tarif ausgesucht, dann gilt es im nächsten Schritt, die genauen Versicherungsbedingungen zu prüfen. Ein PKV-Rechner im Internet kann auf eine ganze Reihe von Fragen die passende Antwort geben, aber unter Umständen gilt es auch, mit der jeweiligen Gesellschaft direkt Kontakt aufzunehmen. So können zum Beispiel Vorerkrankungen oder Risikofaktoren vorliegen, die die monatliche Versicherungsprämie in die Höhe treiben. Ein solcher Risikozuschlag kann in der Regel nicht von einem PKV-Rechner im Internet errechnet werden. Vielmehr gilt es, eine Risikoanfrage direkt bei der Gesellschaft zu stellen und den Preis dort zu erfragen.

Auch sollte man sich die konkreten Versicherungsbedingungen genau anschauen, damit nicht der neue Tarif schlechtere Leistungen bietet als der alte. Dabei geht es weniger um offensichtliche Fragen wie die Höhe der Selbstbeteiligung, die Unterbringung im Krankenhaus bei einer stationären Behandlung und die Höhe der Leistungen für Zahnersatz und Kieferorthopädie. Diese Punkte sind meist schnell aus dem Preisvergleich zu entnehmen. Mindestens ebenso wichtig ist aber das Kleingedruckte, das nicht sofort auf den ersten Blick aus dem PKV-Rechner entnommen werden kann. Dazu gehört zum Beispiel, ob die Erstattung für Arznei- und Hilfsmittel nur für verschreibungspflichtige oder auch für apothekenpflichtige Mittel gilt. Auch die Regelung zu einer erfolgsabhängigen oder garantierten Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit ist wichtig. Ebenso ist maßgeblich, ob Hilfsmittel nur in der Standardausführung erstattet werden. Wird die Nachversicherung eines Babys relevant, dann sollten in diesem Fall auch Anomalien eingeschlossen sein, die angeboren sind. Viele Versicherer leisten nur bei Anomalien, die mit der Vollendung der Geburt auftreten.

Eine Krankenversicherung gehört zu den wichtigen Absicherungen, die man abschließt. Aus diesem Grund kann ein PKV-Rechner zwar einen ersten Überblick geben, es sind aber eine Reihe von Detailfragen vor dem Abschluss zu klären, die bei der Gesellschaft direkt anzufragen sind. Alternativ kann ein Versicherungsmakler hinzugezogen werden, der solche Fragen ebenfalls klären kann.

Siehe auch:

Tests und Rankings