Mutterschaftsgeld für GKV- bzw. PKV-versicherte Frauen

Wer als Schwangere in den Mutterschutz geht, hat Anspruch auf die Zahlung von Mutterschaftsgeld. Das Mutterschaftsgeld resultiert aus der Mutterschutzfrist, die ab sechs Wochen vor der Entbindung bis acht Wochen danach läuft.

Als gesetzlich Versicherte zahlt die Krankenkasse in dieser Zeit – also insgesamt 14 Wochen lang – ein Mutterschaftsgeld von maximal 13 Euro am Tag. Dieser Betrag wird vom Arbeitgeber aufgestockt bis zur Höhe des Nettogehalts. Damit bleibt einer Schwangeren in den 14 Wochen vor und nach der Geburt letztlich das volle monatliche Nettoarbeitsentgelt erhalten. Das Mutterschaftsgeld wird bei der jeweils zuständigen gesetzlichen Krankenkasse beantragt.

Ist eine Frau privat krankenversichert, sieht es mit der Zahlung des Mutterschaftsgeldes anders aus. Der Arbeitgeber zahlt in diesem Fall nur so viel, wie er auch bei einer gesetzlich Krankenversicherten zahlen würde. Damit würden einer privat krankenversicherten Frau 13 Euro pro Tag für die 14 Wochen des Mutterschutzes fehlen. Anders ausgedrückt, zahlt der Arbeitgeber das Nettogehalt abzüglich 13 Euro pro Tag, denn das wäre der Betrag, den die gesetzlichen Krankenkassen an Mutterschaftsgeld bezahlen. Als Mitglied einer privaten Krankenkasse kann eine Frau ersatzweise ein einmaliges Mutterschaftsgeld über 210 Euro beim Bundesversicherungsamt in Bonn beantragen. Das Mutterschaftsgeld gilt als Lohnersatzleistung. Aus diesem Grund erhalten Hausfrauen, die keinen Lohn beziehen, kein Mutterschaftsgeld.

Für privat versicherte Frauen gilt es deshalb, einen Ersatz für das Mutterschaftsgeld zu schaffen, damit ihnen in der Mutterschutzfrist nicht allzu viel Geld verloren geht. Dies gilt ganz besonders für allein erziehende Mütter, die auch in dieser Zeit auf das Geld angewiesen sein dürften. Privat versicherte Frauen können diese Lücke deshalb in Form des Krankentagegeldes schließen. Die Zahlung eines Krankentagegeldes sollte bei privat versicherten sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern immer abgeschlossen werden – also bei allen Arbeitnehmern, für in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis stehen und privat krankenversichert sind. Der Tagessatz des Krankentagegeldes sollte in der Höhe so bemessen sein, dass es einem monatlichen Nettoeinkommen entspricht. Dies ist auch vor dem Hintergrund wichtig, dass im Falle der Zahlung des Krankengeldes keine monatlichen finanziellen Einbußen entstehen. Ist die Zahlung eines Krankentagegeldes vereinbart, dann hat der Versicherte Anspruch darauf, wenn er länger als sechs Wochen krank ist und die Lohnfortzahlung des Arbeitgebers ausläuft. Die Zahlung des Krankengeldes in der privaten Krankenversicherung entspricht damit den Regelungen des Krankentagegeldes in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Ist die Zahlung eines Krankentagegeldes vereinbart, dann wird dieses bei privat versicherten Schwangeren anstelle des Mutterschaftsgeldes in den 14 Wochen des Mutterschutzes gezahlt. Damit wird auch eine privat Versicherte während des Mutterschutzes finanziell nicht schlechter gestellt als eine gesetzlich krankenversicherte Schwangere.