PKV Wahlleistungen

Grundsätzlich unterscheidet man in der Krankenversicherung bei den Krankenhausleistungen die Regelleistungen von den Wahlleistungen.

Zu den Regelleistungen gehören die allgemeinen Krankenhausleistungen, wie die medizinische Versorgung durch den diensthabenden Arzt, Pflege, Unterkunft im Mehrbettzimmer und die tägliche Verpflegung. Wünscht man als Patient bessere Leistungen, können diese durch die sogenannten Wahlleistungen abgedeckt werden. Hierbei unterscheidet man ärztliche Wahlleistungen wie zum Beispiel die privatärztliche Behandlung eines Chefarztes und nichtärztliche Wahlleistungen wie die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer. Die unterschiedlichen Wahlleistungen sind unabhängig voneinander auszuwählen, die Inanspruchnahme einer Wahlleistung darf nicht von der Inanspruchnahme weiterer Wahlleistungen abhängig gemacht werden.

Möchte ein Patient diese Wahlleistungen in Anspruch nehmen, dann gilt es, mit dem Krankenhaus vorher einen gesonderten Behandlungsvertrag abzuschließen, der bei Bedarf auch täglich gekündigt werden kann. Die Kosten für die Inanspruchnahme von Wahlleistungen können bei Privatpatienten von der Versicherung erstattet werden, sofern der ausgewählte Tarif die Übernahme von Wahlleistungen gewährleistet. Bei gesetzlich Versicherten kann eine zusätzlich private Krankenversicherung solche Kosten übernehmen. Legt man als Patient Wert auf die Kostenerstattung solcher Wahlleistungen, dann gilt es, bei dem Abschluss der privaten Krankenversicherung sorgfältig zu prüfen, ob der ausgewählte Tarif diese Übernahme vorsieht.

Die Behandlung durch einen Privat- oder Chefarzt ermöglicht die Behandlung durch die jeweiligen Führungskräfte und vorgesetzten Ärzte. Als Patient ist man damit nicht auf die Behandlung durch Stations- oder Assistenzärzte beschränkt. Die Abrechnung der ärztlichen Leistung erfolgt grundsätzlich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GoÄ). Die Kosten für die Behandlung durch den Chefarzt liegen als Liquidation über dem Höchstsatz der GOÄ und werden je nach dem abgeschlossenen Tarif der privaten Krankenvoll- oder Zusatzversicherung von dem Versicherer erstattet.

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Die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer als Wahlleistung ist hinsichtlich der Zuschläge, die das Krankenhaus verlangen kann, gesetzlich geregelt. Für den Preis ergibt sich ein zweistufiges Bewertungsmodell. Der reine Basispreis entsteht aus der Inanspruchnahme eines Ein- oder Zweibettzimmers. Kommen weitere Komfortelemente hinzu, dann werden sie in Form von Komfortzuschlägen abgerechnet. Diese Komfortelemente können zum Beispiel ein separates WC oder eine eigene Dusche sein. Auch Kühlschrank oder Internet oder eine bevorzugte Lage des Zimmers sind möglich. Selbst eine verbesserte Verpflegung in Form einer Wahl- oder Zusatzverpflegung oder ein zusätzlicher Service wie ein täglicher Handtuchwechsel können bei Bedarf gewählt werden. Der gesamte Preis für die Inanspruchnahme der Wahlleistung Unterkunft im Krankenhaus ergibt sich damit aus der Summe von Basispreis und den Komfortzuschlägen. Je nach dem abgeschlossenen Tarif akzeptieren sowohl die private Krankenvollversicherung als auch die Zusatzversicherung die Erstattung dieser Wahlleistungen.

Private Krankenversicherung | Leistungen

Wer sich jetzt für den Eintritt in eine private Krankenversicherung entscheidet, zahlt als Alleinstehender ohne Kinder und durchschnittlichem Risiko in der Regel weniger als er das in der gesetzlichen Kasse tun müsste. Der Kunde sollte vor Abschluss bei einer bestimmten Krankenversicherung sich erst einmal überlegen, was er eigentlich im Krankheitsfalle als Leistung haben möchte und was nicht. Wird auf die Behandlung durch den Chefarzt keinen Wert gelegt, so muss das auch nicht versichert und bezahlt werden. Interessenten sollten auch versuchen, sich über mögliche Beitragserhöhungen ihrer Krankenversicherung im Voraus zu informieren. Das ist vielleicht nur schwer möglich, dennoch lohnt es die Mühe. Einen Überblick darüber gibt auch die Beitragspolitik der Vergangenheit.