Von KarstadtQuelle Krankenversicherung zu ERGO Direkt

Das Ende des Versandhauses Quelle im Jahr 2009 gehört zu den spektakulärsten Unternehmenspleiten der Bundesrepublik und versetzte eine ganze Region in Krisenstimmung. Auch bei der KarstadtQuelle Krankenversicherung meldeten sich damals besorgte Kunden. Doch dort konnte man Entwarnung geben. Der Versicherer gehörte bereits seit 2002 überwiegend zum ERGO-Konzern. 2009 übernahmen die Düsseldorfer den Versicherer komplett, seit heißt er ERGO Direkt Krankenversicherung.

Im neuen Namen soll nicht nur die Trennung von der ehemaligen Mutter Quelle zum Ausdruck kommen, sondern auch der Vertriebsweg. Denn der Krankenversicherer aus Fürth vertreibt seine Produkte ebenso wie die Schwesterunternehmen ERGO Direkt Lebensversicherung und ERGO Direkt Versicherung fast ausschließlich über das Internet oder per Post. Das war schon zu Quelle-Zeiten so, als das ehemalige Mutterunternehmen das Konzept des Versandhauses auf die Versicherungsbranche übertrug.

Dabei nutzt der Krankenversicherer neben der Beratung über Telefon und E-Mail auch moderne Wege wie die Online-Beratung über Skype. Vollversicherungen hat das Unternehmen nicht im Angebot. Es bietet ausschließlich Zusatzversicherungen für Pflegebedürftigkeit und Krankheit, darunter besondere Produkte für Augen- und Zahnbehandlung. Dafür bekommen die Fürther regelmäßig gute Noten von der Stiftung Finanztest, für die Zahnzusatzversicherung sogar eine 1,0.