PKV Beitragsrückerstattung

Steht der Abschluss einer neuen privaten Krankenversicherung an, dann kann sie ein sehr wichtiges Argument für oder gegen eine bestimmte Gesellschaft und den ausgewählten Tarif sein – die Beitragsrückerstattung. Wohl jeder Versicherungsnehmer freut sich, wenn er nach Ablauf eines Versicherungsjahres eine Rückzahlung in Höhe von ein oder zwei Monatsbeiträgen erhält. Außerdem können Beitragsrückerstattungen helfen, die Kosten der privaten Krankenversicherung im Rahmen zu halten – legt man sie um auf die monatlichen Krankenversicherungsbeiträge, dann werden diese dadurch noch gesenkt. Dieser angenehme Nebeneffekt erfreut natürlich auch den Versicherungsnehmer. Aus diesem Grund kann die Beitragsrückerstattung bei der Auswahl der geeigneten privaten Krankenversicherung eine maßgebliche Rolle spielen – gerade für preisbewusste Versicherte. Damit bieten Tarife mit Beitragsrückerstattungen zwar die hohe Qualität und die gute Leistung einer privaten Krankenversicherung, gleichzeitig halten sie die monatlichen Kosten dafür aber in einem überschaubaren Rahmen – ein echtes Argument für eine private Krankenversicherung!

Beitragsrückerstattungen in der PKV werden unterschieden in garantierte und erfolgsabhängige Erstattungen.

Eine garantierte Beitragsrückerstattung erhält der Versicherungsnehmer, wenn er im vergangenen Jahr keine Versicherungsleistungen beansprucht hat. Falls der ausgewählte Tarif eine Beitragsrückerstattung vorsieht, dann ist sie in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen vereinbart. Eine garantierte Beitragsrückerstattung wird bei Leistungsfreiheit in jedem Fall gezahlt, völlig unabhängig vom erzielten Geschäftsergebnis des Versicherers. Sie ist damit eine Rückzahlung, auf die sich der Versicherte bei Schadenfreiheit in jedem Fall verlassen kann und die fest einkalkuliert werden kann.

Eine erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung dagegen wird abhängig von dem erzielten Geschäftsergebnis der Gesellschaft an den Versicherungsnehmer gezahlt. Selbst eine progressive Steigerung der Rückerstattung ist möglich, wenn in mehreren aufeinander folgenden Jahren keine Leistung beansprucht wurde. Dann kann beispielsweise im ersten leistungsfreien Jahr ein Monatsbeitrag zurückgezahlt werden und im zweiten oder dritten Jahr zwei oder drei Beiträge. Die erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung ist allerdings immer abhängig von dem Geschäftsergebnis der Gesellschaft, so dass sie nicht von vorne herein als sicher angenommen werden kann.

Eine ganze Reihe von Versicherern bieten garantierte oder erfolgsabhängige Beitragsrückerstattungen an. Manchmal werden diese auch nicht direkt an den Versicherten als Barauszahlung gezahlt, sondern sie werden für die Beitragsreduzierung oder die Minimierung von Beitragserhöhungen im Alter verwendet. In diesem Fall behält der Versicherer die Beiträge ein.

Da das Angebot an Tarifen mit Beitragsrückerstattungen sehr umfangreich ist, empfiehlt sich ein sorgfältiger Versicherungsvergleich, wenn sie eine Vertragsbedingung sind, die für den Kunden von Bedeutung sind. In diesem Fall ist es angeraten, verschiedene Gesellschaften und Tarife zu vergleichen, so dass der Versicherungsnehmer letztlich zufrieden ist mit der getroffenen Wahl.