Private Krankenversicherung | Bedingungen

Sich privat zu versichern, steht bei weitem nicht allen Bürgern offen. Es ist mit bestimmten Bedingungen verbunden.

Arbeitnehmer müssen beispielsweise mit ihrem jährlichen Bruttoverdienst die Beitragsbemessungsgrenze in Höhe 48.600 Euro (für 2009) überschreiten und das drei Jahre lang nacheinander. Diese Beschäftigten können sich dann aussuchen, ob sie zu nicht mehr ansteigenden Beiträgen in den gesetzlichen Kassen bleiben oder dort kündigen und zu einer privaten Krankenversicherung, die im Vergleich günstiger ist, wechseln. Ein weiterer großer Kundenkreis der Privatkassen sind die Selbstständigen und Freiberufler. Damit sind z.B. Ärzte und Handwerksmeister mit eigenem Geschäft gemeint. Auch Beamte und deren Anwärter können die Vorteile der Privaten nutzen, weiterhin Studenten und eventuell längerfristig im Ausland lebenden Personen.

Aber wo Vorteile sind, gibt es auch Nachteile. Der größte Nachteil dürfte der sein, dass die Angehörigen nicht, wie es in der gesetzlichen Kasse möglich ist, beitragsfrei zu versichern sind. Vor allem bei großen Familien mit nur einem Gut-Verdiener, geht das schnell sehr ins Geld. Wer einmal in eine private Kasse gewechselt ist, kann dann nicht mehr zurück. Eine Rückkehr ist dann nur möglich mit einem Verdienst unter der Beitragsbemessungsgrenze und weiterer Bedingungen.