PKV Tarif für Arbeitnehmer

Bei der Auswahl seiner privaten Krankenversicherung steht ein Arbeitnehmer vor einer ganzen Reihe von Fragen. Dabei darf er zunächst einmal vor allem eines berücksichtigen – einem Arbeitnehmer steht für seine private Krankenversicherung (PKV) ein Zuschuss seines Arbeitgebers zu. Dieser Zuschuss entspricht dem Zuschuss des Arbeitgebers zur gesetzlichen Krankenversicherung. Das bedeutet, der Arbeitgeber zahlt für einen privat krankenversicherten Arbeitnehmer maximal so viel Zuschuss wie für einen gesetzlich krankenversicherten Arbeitnehmer. Damit bleiben die Kosten für die monatlichen Beiträge nicht allein beim Arbeitnehmer. Anders ist die Situation bei Selbständigen – sie müssen ihre Versicherungsbeiträge in vollem Umfang allein aufbringen. Schon aus diesem Grund kann es für einen Selbständigen von großer Bedeutung sein, einen möglichst geringen Monatsbeitrag zu zahlen. Für einen Arbeitnehmer kommt dagegen aufgrund des Zuschusses ein höherer Monatsbeitrag in Frage. Dieser höhere Monatsbeitrag kann verschiedene Konsequenzen nach sich ziehen und dem Arbeitnehmer sehr individuelle und hochwertige Möglichkeiten der Tarifauswahl bieten. Grundsätzlich sind die meisten Tarife sowohl für Selbständige als auch für Arbeitnehmer offen. Das bedeutet, beide Gruppen haben zunächst einmal die gleichen Auswahlmöglichkeiten. Geht man aber davon aus, dass ein Arbeitnehmer einen höheren Versicherungsbeitrag zahlen kann aufgrund des Arbeitgeberzuschusses, dann ergeben sich dadurch bestimmte Auswahlmöglichkeiten für den Arbeitnehmer.

Zum einen kann für einen Arbeitnehmer eine niedrigere Selbstbeteiligung in Frage kommen. Die Selbstbeteiligung gibt die Summe an, die ein Versicherter zunächst selbst zu tragen hat, bevor eine Leistungspflicht des Versicherers greift. Eine niedrigere Selbstbeteiligung führt zu höheren Versicherungsbeiträgen, die für einen Selbständigen wiederum nicht akzeptabel sein können.

Auch eine höhere Leistung des Tarifs im Bereich Zahnersatz und Kieferorthopädie kann aus einem höheren Versicherungsbeitrag resultieren. Die Kostenerstattung liegt hier in der Regel zwischen 60 und 90 Prozent, wobei Tarife mit höheren Leistungen auch einen höheren Beitrag nach sich ziehen. Da allerdings gerade die Behandlungen bei Zahnersatz und Kieferorthopädie sehr kostspielig sein können, kann sich im Fall einer angesagten Behandlung eine solche Auswahl durchaus rentieren.

Schließlich spielt die Unterbringung im Krankenhaus eine Rolle. Ein Tarif mit Einschluss eines Mehrbettzimmers ist eine günstigere Variante als die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer. Kommt für einen Arbeitnehmer ein höherer Beitrag in Frage, dann kann die Auswahl eines Ein- oder Zweibettzimmers in Verbindung mit der Behandlung durch einen Chefarzt eine interessante Alternative sein.

Abgerundet wird eine hochwertige Krankenversicherung auch durch eingeschlossene Leistungen für alternative Heilmethoden aus dem Bereich der Homöopathie oder nach dem anerkannten Hufelandverzeichnis. Auch eine psychotherapeutische Behandlung kann durch eine Krankenversicherung abgedeckt sein.

Da gerade der Einschluss solcher Kostenerstattungen einen sehr hochwertigen Krankenversicherungsschutz ausmacht, sollte man die Preise und Leistungen der in Frage kommenden Gesellschaften und ihrer Tarife vor dem Vertragsabschluss ganz genau miteinander vergleichen. Als Versicherter mit einem höheren Monatsbeitrag hat man eine ganze Reihe von Möglichkeiten, den Krankenversicherungsschutz entsprechend den individuellen Vorstellungen und Bedürfnissen zu gestalten. Gerade deshalb aber lohnt es sich, die jeweiligen Gesellschaften und ihre Tarife vor dem Vertragsabschluss genau miteinander zu vergleichen.