Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung

Nicht nur für Beiträge zur Gesetzlichen Krankenversicherung besteht ein Anspruch auf einen Arbeitgeberzuschuss, sondern auch für Beiträge zur Privaten Krankenversicherung. Seit dem 01.01.2010 liegt der maximale Arbeitgeberzuschuss bei 262,50 Euro in der Krankenversicherung und bei 36,56 Euro in der Pflegeversicherung. In Sachsen besteht für den Zuschuss zur Pflegeversicherung eine Sonderregel, hier liegt die Maximalgrenze bei 17,81 Euro. Ein Arbeitgeberzuschuss wird nur bis zu diesen Höchstgrenzen gezahlt. Überschreitet ein Arbeitnehmer die Beitragsbemessungsgrenze oder die Jahresarbeitsentgeltgrenze, erhält er von seinem Arbeitgeber den Zuschuss für seine Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge. Betrug früher der Zuschuss 50 Prozent des Beitrages, der an die Gesetzliche Krankenkasse zu zahlen wäre, wird seit 1996 ein anderes Zuschussverfahren angewandt. Seit diesem Zeitpunkt wird der Arbeitgeberzuschuss auf der Grundlage eines durchschnittlichen Höchstbeitrages gewährt. Den Durchschnittswert legt das Bundesministerium für Gesundheit jeweils zum Beginn eines Jahres fest. Dieser Durchschnittswert bezieht sich nur auf die Krankenversicherungsbeiträge.

Seit Januar 2006 beträgt der Arbeitgeberzuschuss zur privaten Pflegepflichtversicherung 50 % der tatsächlich zu leistenden Beiträge, maximal 30,28 Euro, in Sachsen beträgt dieser Zuschuss maximal 12.47 Euro. Bestimmte Voraussetzungen für den Erhalt eines Arbeitgeberzuschusses zur Privaten Krankenversicherung müssen nicht erfüllt sein. Der Versicherungsschutz durch den Versicherungsträger muss die Leistungen einer Privaten Krankenversicherung enthalten. Bietet der Versicherungsträger zusätzliche bessere Leistungen, beispielsweise eine Zahn-Zusatzversicherung, werden diese im Gesamtbeitrag durch den Arbeitgeber mitbezuschusst. Erhält der Versicherungsnehmer aufgrund einer Nichtinanspruchnahme von Leistungen eine Beitragsrückerstattung durch den Versicherer, führt nicht zu einer nachträglichen Rückzahlung des Arbeitgeberzuschusses. Während einer Arbeitsunfähigkeit entfällt nach dem Lohnfortzahlungsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber auch der Anspruch auf den Arbeitgeberzuschuss.


Ein einfaches Beispiel soll die Zuschüsse erklären.

(Alle Angaben in diesem Beitrag sind ohne Gewähr)

Ein Arbeitnehmer zahlt für seine Krankenversicherung einen Eigenbeitrag von 200 Euro. Der Arbeitgeber gibt ebenfalls 200 Euro dazu. Die gesamte Prämie für die private Krankenversicherung beträgt also 400 Euro. Dazu kommen wie schon geschrieben die Beträge für die Pflegeversicherung. Hier würde es keine Probleme mit dem Höchstbetrag geben.

Bei dem anderen Beispiel müsste der Arbeitnehmer mehr als 50% der Beiträge selber aufwenden. Die Gesamtprämie für die private Krankenversicherung ohne die Pflegeversicherung beträgt 600 Euro. Der Arbeitgeber zahlt im Jahr 2010 aber nur den Maximalbeitrag in Höhe von 262,50 Euro dazu. Der Beschäftige müsste dann 337,50 Euro selber bezahlen. Sein Prozentanteil würde 56,25% pro Beitragsmonat betragen. Der Arbeitnehmer trägt also alle die Beitragssteigerungen selber, die über den maximalen Zuschussbetrag des Arbeitgebers hinausgehen.